|
Ein Erfahrungsbericht
-110 Grad ist ganz schön kalt, aber in der Gemeinschaft und mit meinem
Lieblingssong "Anton - ich lieb´es heiß und eisgekühlt."
zu ertragen. Und hinterher fühle ich mich im wahrsten Sinne des Wortes
erfrischt.
Ich kann am Heimtrainer radeln ohne daß das Knie wehtut, kann gut
gehen, steige leicht und frei die Treppe in den III. Stock hoch und genauso
leicht wieder eine runter; mache eine halbe Stunde Qigong (wobei ich eine
Verbesserung des Gleichgewichtes und der Spastik feststelle); dann gehe
ich zur Krankengymnastik, wo ich allerdings nur noch leichte Übungen
im Liegen machen will, weil nun die Luft wieder ´raus ist.
Es trat bei mir zutage, daß grundsätzlich die Koordination
der Bewegung in Ordnung ist, was ich auf´s Qigong üben zurückführe.
Dabei werden nämlich unter anderem Bewegungsmuster neu gespurt, Nervenleitbahnen
übernehmen neue Funktionen und die Synchronisation der Gehirnhälften
wird angeregt.
Wenn ich nach der Kälte jedoch herumsitze ( Essenszeiten), ist der
"Jungbrunneneffekt" gleich wieder dahin. Überhaupt merke
ich gegen nachmittag zunehmende Müdigkeit. Jede zusätzliche
Unternehmung (z. B. Besuch des Heilstollens) ist zuviel. Kälte, Qigong,
KG und Gruppengymnastik reichen voll aus.
Der Effekt der Kältekammer hält bei mir ca. 1 1/2 Stunden an.
Einmal wollte ich es wissen und bin Bergwandern gegangen. Ich konnte eine
Viertelstunde flott bergauf gehen, fünf Minuten locker bergab und
über den Rest schreibe ich lieber nichts.
Anhaltend sind die Schmerzfreiheit in Knie und Hüfte. Auch ca. vier
Wochen danach.
Die Kältekammer finde ich genial. Dank an Prof. Papenfuß und
'Christian Schmid. Wo sonst kann ich mich innerhalb von drei Minuten regenerieren?
Meinen diesjährigen Sommerurlaub mit meinem 10jährigen Sohn
werde ich an der Ostsee verbringen, verbunden mit ambulanten Kältekammergängen
in der Klinik in Heringsdorf.
Maria Anna Zäuner
MS Abensberg 2004           
|