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-110 Grad,

die magische Zahl ist wohl den
wenigstens von uns ein Begriff
gewesen. Aber erstmal der Reihe nach:
An einem Samstagmorgen haben wir uns bei unserem (wenn ich jetzt
Reiseleiter sage ... gibt’s ne Mecker!) lieben Christian getroffen.
Über
die Uhrzeit sprechen wir hier mal nicht. Es waren ca. 3 Stunden bevor
man(n) mit einem Menschen, MS oder nicht, an einem Wochenende etwas anfangen
kann. Wir kamen dann trotz aller Pinkelpausen in Österreich an.
Vor Sonnenuntergang!
Am nächsten Morgen wurden wir dann gründlich nach Herz und Nieren
von den Ärzten durchgecheckt. Es überraschte uns nicht, dass
wir alle für
die Kältekammer als tauglich
befunden wurden. Ähnlichkeiten mit der
Musterung bei der Bundeswehr
sind absolut zufällig. Plötzlich bekam diese
magische Zahl von –110
Grad ein ganz reelles Gesicht.
Da standen wir 8 vor dieser Kammer. Und wenn wir ehrlich sind kamen den
meisten Zweifel an dem was in den nächsten Minuten vor uns lag.
Die meisten dieser Zweifel wurden vom Prof. Papenfuß, er hatte uns
schon
am frühen Morgen, unter seine Fittiche genommen, mit viel gutem Zureden
zerstreut.
5 Minuten später standen wir dann nur noch in Badebekleidung, mit
Handschuhen und Turnschuhen vor der Kammer.
Noch die letzten Instruktionen: nicht tief Einatmen, Stirnband
kontrollieren, metallische Gegenstände alle entfernt? (Als würde
jemand
seinen Ehering mit auf so einem Trip nehmen?!)
Es ging dann durch 3 Türen bis wir in der Hauptkammer waren. Na da
waren
sie die –110 Grad. Obwohl wir immer zu zweit waren, war uns der
Sinn
nicht nach Konversation. Nach 3 Minuten wurde von vom Kurpersonal gesagt,
dass wir jetzt fertig wären. Also der Stolz überwog, dass es
jeder von uns
ohne Schwierigkeiten geschafft hatte. Was heißt ohne Schwierigkeiten?
Das
Gefühl war unbeschreiblich! Wie ein riesiger Adrenalinschub. Die
nächsten
2–3 Stunden haben wir dann endlich mal wieder das ganz neue Körpergefühl
genutzt um Krankengymnastik zu machen oder uns einfach durchmassieren
zu
lassen. Kurz vor dem Mittagessen waren wir dann reif für den 2.
Kammergang. Mit riesigem Heißhunger haben wir uns dann über
das
Mittagessen hergemacht (A la carte!). Nach einer ausgedehnten Siesta und
dem 3. Gang des Tages haben wir uns ganz klar auf was gefreut? ...
Auf den nächsten Gang beim Abendessen.
Also ganz ehrlich, wir haben die nächsten Tage sehr genossen. Auch
beim
Letzten haben sich spätestens nach dem 5. Tag deutliche Verbesserungen
eingestellt. Fitter sind wir alle geworden.
Bei dem Einen oder der Anderen waren auch deutliche Verbesserungen im
Gangbild festzustellen. Leider - und das war auch unser aller Meinung:
der
Aufenthalt war zu kurz.
Das ging sogar soweit, dass es jetzt schon Wiederholungstäter gibt.
AW
MS Abensberg 2004           
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